Von Bogenschiessen bis Königskuchen

Familiensonntag auf der Ruine Habsburg

Familiensonntag auf der Ruine Habsburg

Was braucht es, um König zu werden? Erfahren Sie es am kommenden Sonntag, 18. August auf Schloss Habsburg. Selbst den Habsburgern fiel die Königskrone nicht einfach so zu. Mit List, Geld und den richtigen Heiraten schaffte es die Familie 1273 mit Rudolf I. zum ersten Mal, den römisch-deutschen König zu stellen. – Gross und Klein können sich am zweiten Habsburger Familiensonntag auf die Spuren der Habsburger Könige begeben und einen spielerischen Postenlauf rund um die Burg absolvieren.

 

Bogenschiessen im Wald

Bogenschiessen im Wald

Im königlichen Jagdrevier

Ein junger Adeliger musste mit Jagdwaffen umgehen können, wenn er begleitet von seinen Vasallen durch den Wald ritt. Die Jägerei war das Vorrecht des Adels und ein beliebter Zeitvertrieb. Es wurden Unsummen für Jagdhundemeuten ausgegeben.
Die Jäger des Königs spürten die Tiere auf, damit der König zum Jagderlebnis kam. Dieser ritt mit seinem besten Pferd, begleitet von seinen Vasallen in den Wald und konnte gut mit Bogen und Pfeil umgehen. Am Abend an der langen Tafel erzählten alle von ihren Abenteuern und den fetten Wildschweinen. Einer will sogar einen Bären gesehen haben… Am Sonntag können sich die Familien selbst im Bogenschiessen und Beobachten von Tieren üben.

 

Habsburger Wappen

Habsburger Wappen

Königlicher Schmuck

Der eigene „königliche“ Familienschmuck darf beim anwesenden Goldschmied hergestellt werden (Amulett oder Ring). Königskronen sind Meisterwerke von Goldschmieden. Kostbare Edelsteine, kunstvoll gefasst zieren Kronen und Diademe. Es kann angenommen werden, dass die adeligen Familien ihren „Hoflieferanten“ hatten, bei dem sie ihren Familienschmuck und bei Bedarf ihre Kronen bestellten. – Achtung, das Schmieden macht Spass – denn seit dem ersten Habsburgersonntag vom 21. Juli wollen mindestens zwei Kinder selbst Gold- oder Silberschmied werden…

 

Adelige Vorfahren?

Wer kennt sein eigenes Familienwappen? Das Rätseln über die Namen der eigenen Vorfahren wird am Posten zur Stammbaumforschung wohl einiges Kopfzerbrechen bringen mag. Denn wer König werden wollte, musste eine adelige Abstammung haben oder die richtige Frau heiraten. – Am ersten Habsburgertag ist übrigens genau das passiert, was wir uns erhofft hatten: Väter mit ihren Kindern studierten an den Vornamen von Grosseltern und Urgrosseltern herum. Ein Vater soll sogar von der Habsburg aus der Grossmutter telefoniert haben, um nach den Namen der Altvordern zu fragen.

 

Die königliche Tafel

Die königliche Tafel

Königliche Tafel

Ein gutes Essen gehört einfach dazu. Ein König oder  ein Thronanwärter musste seine Gefolgsleute bei Laune halten und richtete Festgelage, Turnier und Hofjagden aus. Alles was Rang und Namen hatte, war eingeladen. Die Burgküche stand im Dauereinsatz. Das allgemeine Volk freute sich über den Markt und genoss die Spielleute und Gaukler. Selbst für das einfache Fussvolk gab es etwas Hirsebrei zu kosten.

 

Riesiger Königskuchen

Riesiger Königskuchen

Das Los entscheidet

Nach dem erfolgreichen Ritt nach der Krone wartet die Burgküche (Restaurant Schloss Habsburg) mit allerlei Köstlichkeiten auf. Am ersten Habsburger Sonntag beteiligten sich rund 160 Personen und haben alle fünf Posten ausgiebig besucht. Weil es somit mehrere Anwärter auf den Thron gab, musste das Los einscheiden. In einem Königskuchen mit 150 Stück wurden 30 Figürchen versteckt.  Wer auf den König biss, wurde gekrönt und ausgerufen. Ein Kind absolvierte den Rundgang übrigens noch ein zweites Mal – man kann das Glück auch herausfordern – und siehe da, es klappte: Lang lebe König Florian I. 

 

Nun freuen wir uns auf den kommenden Sonntag mit weiteren strahlenden Gesichtern von königlichen Thronanwärterfamilien. Bis bald auf der Habsburg!

 

Karte Familiensonntag zum Download

 

Thomas Frei, Kurator Ausstellungen/Veranstaltungen und Johanna Schmuckit, Mitarbeiterin Museum Aargau