News aus dem Freiwilligenprogramm: von Theaterproben, Brezeln und Kalligraphie

Das Freiwilligenprogramm im Museum Aargau ist gut in die neue Saison gestartet. Einige neue Gesichter sind zu unserem motivierten Freiwilligen-Team gestossen. Und dies mit neu-en Ideen und Fertigkeiten, die unter anderem der Sammlung oder dem Theater zugute kommen.

 

Lernen und kennenlernen

„Dass wir daneben auf ein verlässliches Team von Erfahrenen zählen können, ist ein Privileg, das ich sehr schätze“, sagt Eva Roth-Kleiner, Leiterin des Freiwilligenprogramms. Viele Freiwillige haben in den vergangenen Wochen und Monaten ihren Auftritt überarbeitet, Neues dazugelernt, Material, Rolle oder Gewand perfektioniert. „Es ist eine eingeschworene Crew, welche aber auch Neue gerne und unkompliziert integriert“, fügt sie hinzu.
 

Theater auf Schloss Lenzburg "De Kaiser isch da"

Theater auf Schloss Lenzburg "De Kaiser isch da"

 

Freude und Regen

Drei Momente gehören für Eva Roth-Kleiner bereits zu den Highlights der Saison 2013: „Da ist z.B. eine neu rekrutierte Museumsfreiwillige, die nach dem Vorstellungsgespräch sagte: „Ich merke, wie es Ihnen richtig Freude macht, den richtigen Platz für mich zu finden.“ Dann die Generalprobe fürs Theater „De Kaiser isch da!“ auf Schloss Lenzburg: Es regnet in Strömen und unsere Schauspieler singen unbeirrt Minnelieder, wischen imaginären Staub vom nassen Pflaster, rezitieren „pflotschnass“ ihren Text ohne mit der Wimper zu zucken… Das dritte Highlight war das Laufenburger Podiumsgespräch zum Thema Freiwilligenarbeit im Kulturkanton Aargau, wo der frischgekürte Herr Landammann beim Apéro das Schlüsselband mit unserem Slogan trägt „Museumsfreiwillige machen’s möglich“.
 

Badge "Freiwillige machen's möglich"

Badge "Freiwillige machen's möglich"

 

Schauen und schulen

„Schauen, dass alle alles haben“, gehört im Moment für Eva Roth-Kleiner zu den wichtigsten Aufgaben im Freiwilligenbüro. Als Beispiel zitiert sie die kürzlich durchgeführte Schulung „Packend erzählen“. „Unsere Leute sind ja Laien, Amateure im besten Sinn des Wortes, die oft bereits viel wissen über ihr „historisches Steckenpferd“. Wie sie dieses Wissen möglichst packend und ansprechend ans Museumspublikum rüber bringen können, lernten sie an der Schulung.“

 

Und was sagen die Freiwilligen selbst zu ihren Einsätzen? Hier lassen wir sie  mit ein paar Einblicken hinter die Kulissen direkt zu Wort kommen:

 

Vom Sonntag im Schlosshof – ein Echomail

„Hallo meine Lieben. Sooo ein schöner Sonntag! Zuerst glaubte ich noch Strumpfhosen, Leggins etc. montieren zu müssen, dann aber kaum im Schlosshof angekommen, schaute die Sonne mit allen warmen Strahlen, dass wir uns wohl fühlten. Bis in die Ze-henspitzen war es ein Genuss. (…) Also ein super toller Sonntag, bitte mehr davon!“

 

Vom Kalligraphen

„Trotz oder dank der trüben Witterung war es recht streng – es reichte nicht einmal für einen Schwatz mit den auch stark beschäftigten Küchenkolleginnen. Ich habe nebst anderem etwa 60 Kindern auf Papierstreifen ihren Namen (…) in „dieser komischen Schrift“ (wie ein Knirps sagte) geschrieben. Es ist jeweils eine Genugtuung, mit so was für uns Selbstverständlichem eine kleine sichtliche Freude bereiten zu können.“
 

Kalligraph im Schloss Hallwyl

Kalligraph im Schloss Hallwyl

 

Von der Theaterpremière

„Es war in jeder Hinsicht ein wunderschöner Premierensonntag. Der Kaiser hätte sich keinen besseren Tag für seine Anwesenheit  auf der Lenzburg auswählen können. (…) Danke auch für den supertollen Abend anlässlich der Schulung „Ich und meine historische Rolle“, es hat „hänne gfägt“!

 

Vom Brezeln backen

„Der Sonntag war ein schöner Erfolg, wir sind ein gutes Gespann und haben das Bräzeli-Eisen mit Genuss geschwungen!“

 

Von den Blumenkränzen am Römertag

„Obwohl die Anfrage für den Mai noch gar nicht an die Freiwilligen verschickt wurde – darf ich mich für den Römertag am 5. Mai schon voranmelden fürs Blumenkränzeflech-ten? Es hat mir gestern auf dem Legionärspfad so gut gefallen, dass ich unbedingt wieder dabei sein möchte!“
 

Blumenkränze auf dem Legionärspfad

Blumenkränze auf dem Legionärspfad

 

Vom Ritterwochenende

„Die Suchspiel-Teilnehmenden strahlten bei der Rückgabe des Fragebogens und bezeichneten ihn als interessant und spannend sowie gerade richtig vom Schwierigkeitsgrad her gesehen. Viele Eltern meinten, ihre Kinder noch nie so aufmerksam und konzentriert gesehen zu haben in einer Ausstellung… das sei eine gute Sache und sollte weiter angeboten werden.“

 

Und was sagen Sie zum Freiwilligenprogramm? Wir freuen uns über Kommentare von und über unsere Museumsfreiwilligen – und natürlich über Ihren Besuch an den Historischen Schauplätzen!

 

Eva Roth-Kleiner, Leiterin Freiwilligenprogramm, und Johanna Schmucki, Mitarbeiterin Mu-seum Aargau