Eine Geschichte der Macht und ein neuer Audiorundgang

Erfolgreich und berühmt waren und wurden die Habsburger während sie den Gipfel der Macht erstiegen. Der neue Audiorundgang „Habsburger Königsweg“ auf Schloss Habsburg lässt die Geschichte der mächtigen Adelsfamilie wieder aufleben. Angesprochen wird damit ein breites Publikum – mit vertieften Informationen für Erwachsene und spielerischen Elementen für Kinder.

 

Vom Grafen zum König

„Wir wollten aufzeigen, wie sich die Frühhabsburger im Aargau etabliert und den Grundstein für das spätere Weltreich gelegt haben. Der Aufstieg von Rudolf IV. vom Grafen zum ersten Habsburger König bildet einen markanten Meilenstein in ihrer Erfolgsgeschichte. Diese Entwicklung lässt sich auf der Stammburg ideal erzählen,“ beschreibt Thomas Rorato, leitender Kurator, das Thema des Rundganges.

Über die Habsburger war bisher auf der Habsburg nur wenig zu erfahren. Die Burg beherbergt kein Museum – wie dies auf den Schlössern Lenzburg, Hallwyl oder Wildeggder Fall ist. Dennoch war es uns wichtig, dass gerade der Stammsitz der Habsburger über ein permanentes Angebot zur Geschichte des aufstrebenden Adelsgeschlechts verfügt.

 

 

Vom Audioskript zur Kronen-Installation

Wie entstand der Rundgang? In einem ersten Schritt wurden die inhaltlichen Schwerpunkte definiert und nach einer passenden Inszenierungsform gesucht. Für die Umsetzung ist die Auswahl der Projektpartner sehr wichtig. Wer nimmt sich der Gestaltung an, wer könnte das Audioskript verfassen und die Hörspiele attraktiv produzieren, wen fragen wir für die Illustrationen der Kinderschiene an usw.?

 

Station Habsburger Königsweg auf der Ruine

Station Habsburger Königsweg auf der Ruine

 

Thomas Rorato erzählt weiter: „Bei der Detailkonzeption entwarfen die Gestalter Visualisierungen der Stationen. Gemeinsam wählten wir Materialien und Farben aus. Drei Stationen sollten auch Outdoor funktionieren. Dies erforderte bauliche Vorbereitungen. Elektroleitungen mussten verlegt und Fundamente für Stelen, Bänke und Kronen installiert werden. Mit einer neuen Treppe sind die Ruine der Vorderen Burg und die Burgterrasse jetzt auch direkt miteinander verbunden.“

 

Vom Inhalt zur Form

Die spannendste Phase bestand für Thomas Rorato und sein Team darin, Inhalt und Form in Einklang zu bringen – jede der sechs Stationen ist mit einem Eyecatcher ausgestattet: Einer Krone, die fortlaufend um einige Zacken erweitert wird und den Aufstieg bis zur Königskrönung symbolisiert. „Auch die Verteilung der Stationen ist der Erzählung angepasst. Die Audiotour startet mit der Gründungsgeschichte der Burg am Ort des ältesten Steinhauses und sie endet auf dem höchsten Punkt im Grossen Turm mit einem Ausblick auf das spätere Weltreich der Habsburger“, ergänzt Thomas Rorato.

 

Historisches Bild zum Aufstieg der Habsburger
Historisches Bild der Habsburg
 

Für die Jüngsten

Grossen Spass machte dem Team die Entwicklung der Kinderschiene für die kleinsten Gäste. Mehrere Beteiligte liessen ihr kreatives Potenzial walten. Mit Bild- und Suchrätseln wird jeweils ein Thema pro Station kindergerecht vermittelt. So müssen die Kinder z.B. herausfinden, ob König Rudolf einen Reichskelch, eine Reichsharfe oder einen Reichsapfel als Herrschaftssymbol in der Hand trug.

 

Faszination Rudolf von Habsburg

Was ist besonders an den Habsburgern? „Am meisten faszinierte mich die historische Persönlichkeit Rudolf selbst: Wie er geschickt, aber auch ohne Skrupel sein Territorium erweiterte und den Aufstieg der Habsburger strategisch einfädelte,“ sagt Thomas Rorato. „Auch nach seiner Krönung handelte er politisch weiterhin sehr erfolgreich und stellte die richtigen Weichen für das spätere Weltreich.“

 

Königssiegel Rudolf von Habsburg

Königssiegel Rudolf von Habsburg

 

Kommen Sie selbst vorbei und lassen Sie sich vom Audiorundgang überraschen! Und schreiben Sie uns Ihre Gedanken zu den Habsburgern und der Audiotour! Bis bald auf Schloss Habsburg! Vielleicht an einem der Habsburger Familiensonntage

 

Thomas Rorato, Leitender Kurator Museum Aargau und Johanna Schmucki, Mitarbeiterin Museum Aargau