Ein Theaterjahr auf Schloss Lenzburg – Freiwillige machen’s möglich

Die Laute ist gestimmt und die Perücke sitzt, es ist Zeit für den grossen Einsatz

Die Laute ist gestimmt und die Perücke sitzt, es ist Zeit für den grossen Einsatz

So ein Theater! Es gibt Leute, die sind überzeugt, dass es auf den Schlössern des Museum Aargau spukt. Das ist auch nicht weiter erstaunlich. Wenn man zu dieser Jahreszeit morgens den mit Nebelschwaden verhangenen Schlosshügel erklimmt, braucht es wenig Fantasie, hinter einem der Fenster Schatten vorbeihuschen zu glauben. Lady Mildred, eine Magd, der Graf von Lenzburg?  „So ein Theater!“, denken Sie jetzt vielleicht. Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Aber es ist ein gutes Theater. Regelmässig lassen Museums-Freiwillige nämlich historische und fiktive Figuren szenisch auferstehen und nehmen unsere Besucher und Besucherinnen mit auf eine Zeitreise.

 

Die Geister erwachen

Bereits in den Wintermonaten, wenn das Schloss noch im Dornröschenschlaf schlummert, beginnen jeweils die Vorbereitungen. Die ersten Freiwilligen treffen sich zu Proben, Requisiten werden bereitgestellt, Kostüme ausgebessert und Dialoge geschliffen.

Mechthild im Schlosshof mit Kindern

Mechthild im Schlosshof mit Kindern

Theater in allen Formen und Farben Die Theatertradition, welche sich in den letzten Jahren auf Schloss Lenzburg etabliert hat, ist vielfältig. Zum einen werden ganze Theaterstücke aufgeführt, und zum anderen beleben historische Darsteller das Schloss.

 

Achtung, fertig, Einsatz!

So kann es sein, dass Sie von der Bäuerin Mechthild im Schlosshof angehalten werden, ihr beim Aufwickeln der Wolle zu helfen. Wenn Sie Glück haben, werden Sie dafür später von Lady Mildred mit Tee und Shortbreads bewirtet.

 

Wenn die Köchin nicht da ist, gibt es in der Mittelalterküche ein Versuecherli

Wenn die Köchin nicht da ist, gibt es in der Mittelalterküche ein Versuecherli

 

 

Empfehlenswert ist es auch, mit den Mägden in der Mittelalterküche ein freundliches Wort zu wechseln. Gerne lassen sie sich dazu hinreissen, den Besuchern und Besucherinnen ein „Versuecherli“ anzubieten.

 

 

 

 

 

 

Achtung Ansteckungsgefahr…!!!

Mit der Saison 2013 geht wieder eine erfolgreiche Theatersaison zu Ende.

In Scharen strömen sie herbei und lassen sich in den Bann des Theaters ziehen

In Scharen strömen sie herbei und lassen sich in den Bann des Theaters ziehen

Über 1000 Gäste haben sich das Theater „De Kaiser isch da!“ angesehen. Noch mehr Interessierte haben sich auf spannende Interaktionen mit historischen Darstellern und Darstellerinnen eingelassen. Ein Erfolg auf der ganzen Linie also! Das Fazit ist klar: Es soll auch in der Saison 2014 wieder gespielt werden auf Schloss Lenzburg. An Motivation mangelt es jedenfalls nicht. Man könnte fast sagen, das Theaterspiel sei ansteckend…. Wer einmal damit angefangen hat, kommt nicht mehr davon los!

 

Eva Grädel, Praktikantin Freiwilligen-Programm